Raus aus dem Hamsterrad: Unsere 10 besten Tipps für gestresste Jurist:innen!

Wie ein Hamsterrad von innen aussieht, haben Sie wahrscheinlich schon gehört. (Nämlich wie eine Karriereleiter!) Zeit für unsere zehn besten Tipps für gestresste Jurist:innen!


Ist Ihr IT-Unternehmen datenschutzrechtlich professionell aufgestellt? Besitzen Sie alle DSGVO-relevanten Dokumente – und steht das Richtige drin? Und wie steht es um Ihren Datenschutzbeauftragten (DSB)?

In unserem kostenlosen E-Book beantworten wir die 30 wichtigsten Fragen und Antworten zur DSGVO:


1. Setzen Sie den richtigen Fokus!

Worauf arbeiten Sie hin? Wenn Sie Tag für Tag nur Erledigungen abhaken wollen, dann fühlen Sie sich von Ihrem Aufgabenberg schnell gestresst. Aber wenn Sie ein festes Ziel vor Augen haben, zum Beispiel die Zeit mit Ihrer Familie, das nächste Event in Ihrem Team oder auch Ihre nächste Reise, dann werden Sie sich über die erledigten Aufgaben freuen, statt am restlichen Aufgabenberg zu verzweifeln. Unsere Tipps dazu:

  • Lesen Sie „Das Café am Rande der Welt: eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ und „The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben“ von John Strelecky und finden Sie Ihren „Zweck der Existenz“!
  • Malen/Zeichnen/Kleben/Drucken/Stecken Sie sich ein Visionboard in Ihrem Blickfeld, auf dem Sie alle Ihre Träume verbildlichen. So wissen Sie bewusst und unterbewusst immer, wo Ihre Reise hingeht.
  • Sorgen Sie für einen guten Ausblick an Ihrem Arbeitsplatz, z.B. Richtung Berg, See, Strand oder Palmen. So verzweifeln Sie nicht zwischen Bürowand und Häuserschlucht. Kanzleien mit Remote-Kultur sind da natürlich von Vorteil.

2. Lassen Sie sich nicht ablenken!

Telefon, E-Mail, LinkedIn, Signal… Die Liste an möglichen Ablenkungen während der Arbeitszeit ist lang. Um fokussiert zu bleiben, sollten Sie genau festlegen, wann Sie sich eine Ablenkung erlauben dürfen – und wann nicht. Ein paar Ideen:

  • Legen Sie täglich zwei feste Zeitblöcke für E-Mails fest. Außerhalb dieser Zeit sollten Sie für neue E-Mails nicht einmal eine Benachrichtigung bekommen. So sind Sie auch geistig bei der Sache.
  • Soziale Netzwerke sollten Sie noch strenger behandeln. Von Marketing-Maßnahmen abgesehen, reichen Ihnen zwei Zeitblöcke pro Woche für LinkedIn, Xing und Co.
  • Um dann angerufen zu werden, wenn Sie Zeit haben, empfehlen wir Ihnen das Terminplanungs-Tool calendly. Über Ihren persönlichen Link lassen sich Termine ganz einfach buchen und werden mit Ihrem digitalen Kalender synchronisiert.

3. Legen Sie Wert auf gute Gewohnheiten!

Es sind die kleinen Dinge, die den Unterschied machen: Eignen Sie sich die richtigen Routinen an, die Sie zum Erfolg führen – und halten Sie sie so lange durch, bis sie zur Gewohnheit werden. Den Weg dorthin zeigt Ihnen Jeff Olson in „Slight Edge: Der kleine Vorsprung“. Nützliche Routinen sind zum Beispiel:

  • Hören Sie morgens Ihre Lieblingslieder und erledigen Sie dazu Ihr Morgenprogramm. So kommen Sie nicht ins trödeln (und hören auch noch gute Musik). Ein tolles Buch für das richtige Morgenprogramm ist „Miracle Morning: Die Stunde, die alles verändert“ von Hal Elrod.
  • Trinken Sie bei jedem Zoom-Meeting ein Glas Wasser. So trinken Sie genug und haben keinen Frosch im Hals.
  • Legen Sie sich Ihr Journal neben das Bett (z.B. das 6-Minuten-Tagebuch) und schreiben Sie jeden Tag etwas hinein. In einem Jahr sehen Sie dann, wie sehr Sie sich schon weiterentwickelt haben!

4. Nutzen Sie die passenden Prozesse und Tools!

Aktenstapel demotivieren. Wenn Ihre Kanzlei immer noch auf Zettelwirtschaft setzt, sollten Sie langsam im 21. Jahrhundert ankommen. Mit den passenden Prozessen und Tools geht das ganz leicht – unsere Tipps:

  • Die Pomodoro-Technik: Indem Sie sich Ihre Arbeitszeit in 25-minütige Abschnitte zum Fokussieren und 5-minütige Pausen dazwischen einteilen, geht Ihre Arbeitszeit runter wie Tomatensoße!
  • Behalten Sie Ihre Gewohnheiten im Blick mit Onrise, das Sie an Ihre Routinen erinnert und Ihre Erfolge feiern lässt.
  • Nutzen Sie technische Features, um Ihre Arbeit zu erleichtern, zum Beispiel eine Vorlesefunktion, Spracherkennungssoftware und Schreib-Tablets (z.B. von wacom).

5. Begeistern Sie sich für Ihre Mandant:innen!

Wenn Sie Spaß daran haben, mit Ihren tollen Mandant:innen zusammen zu arbeiten, haben Sie garantiert mehr Spaß, als wenn Sie nur auf die nächste Gehaltserhöhung hinarbeiten. Das hängt natürlich davon ab, ob Sie in einer Branche beraten, für die Sie sich begeistern. Unsere Erfahrungen dazu:

  • Die „Großen“ haben zwar mehr Budget, aber die „Kleinen“ haben oft mehr Herz.
  • Es macht mehr Spaß, den Underdog auf seinem Weg nach oben zu begleiten, als dem Marktführer sein Monopol zu sichern.
  • Wer sich selbst zu ernst nimmt, nimmt seine Mandant:innen nicht ernst genug.

6. Holen Sie sich die richtige Assistenz!

Je weiter Sie im Arbeitsleben stehen, um so größer werden Ihre Aufgaben – aber nicht Ihre Multi-Tasking-Fähigkeit. Die ist generell viel beschränkter, als wir glauben. Deshalb brauchen Sie die richtige Assistenz, um die Aufgaben, aus denen Sie herausgewachsen sind, nicht mehr im Kopf behalten zu müssen. Gleichzeitig zwingt Sie die Arbeit mit Assistent:innen, Ihre Prozesse durchzudenken und zu dokumentieren. Das sind unsere Tipps:

  • Bürogold! Damit wissen wir immer, wer warum angerufen hat – ohne ein eigenes Sekretariat und ohne selbst ans Telefon gehen zu müssen.
  • Werkstudent:innen! Die sind wirklich ein Game-Changer in allen Bereichen unserer Kanzlei. Gleichzeitig sind Student:innen meistens gut vernetzt und daher genial im Recruiting unter ihresgleichen. Natürlich nur, wenn Ihre Werkstudent:innen nur Gutes von ihrem Arbeitsplatz zu berichten haben.
  • Praktikant:innen! So lernen Sie junge Nachwuchs-Jurist:innen schon vor dem Abschluss kennen – und gewinnen möglicherweise Ihre nächsten Top-Mitarbeiter:innen.

7. Tun Sie Ihrem Körper etwas Gutes!

Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wenn Sie Raubbau an Ihrem Körper begehen, dann wird auch Ihr Geist nicht lange durchhalten. Konzentrationsschwierigkeiten, Fehler, Stress und Schlimmeres sind die Folge. Deshalb unsere unbedingten Tipps:

  • Lüften Sie regelmäßig! Selbst wenn Sie nur Ihren Aktenstapel und den doppelten Espresso riechen – Ihr Körper (und Ihr Geist) brauchen Sauerstoff. Sonst werden Sie schläfrig und bekommen Kopfweh.
  • Trinken Sie genug Wasser! Warmes Wasser am Morgen ist besonders angenehm.
  • Betreiben Sie Sport, Yoga, bewusste Atempausen und gesunde Ernährung.
  • Nehmen Sie sich genug Pausen und Schlaf. Egal, an wie wenig Schlaf Sie sich scheinbar gewöhnt haben – bei zu wenig Schlaf sinken Ihre Leistungen, ohne dass Sie es merken.
  • Wenn Sie mehr Zeit vom Tag haben wollen, dann gönnen Sie sich einen kurzen Mittagsschlaf. Dadurch können Sie nicht nur Ihren Gesamtschlaf reduzieren ohne an Schlafmangel zu leiden, sondern sind am Nachmittag auch noch ausgeschlafen. Am Besten geht das natürlich im Home Office mit flexiblen Arbeitszeiten.

8. Gönnen Sie sich ein „Digital Detox“!

Bildschirme sind schön, interessant und lustig. Aber unsere Augen und unser visuelles System brauchen Pausen (wie überhaupt alles an unserem Körper und Geist). Deshalb sollten Sie täglich eine Zeit einplanen, in der Sie auf keinen Bildschirm starren, zum Beispiel zwei Stunden jeden Abend. Wir nennen das „Digital Detox“ – und das klappt am besten mit diesen Tipps:

  • Verzichten Sie auf Handy, Fernseher und Computer!
  • Verbringen Sie stattdessen Zeit mit Freunden und Familie.
  • Lesen Sie etwas Beruhigendes, zum Beispiel den „Täglichen Stoiker“ von Ryan Holiday.
  • Hören Sie Musik, die Sie beruhigt.
  • Lauschen Sie einem Hörbuch.
  • Meditieren Sie.
  • Und unser absoluter Geheimtipp: Malbücher für Erwachsene!

9. Arbeiten Sie wann, wo und wie Sie wollen!

Zugegeben, das ist eher ein Luxus-Tipp. Wenn Sie in einer Großkanzlei festsitzen und von 9 bis 5 Uhr Ihre Aktenstapel abarbeiten „dürfen“, dann können Sie nicht einfach mal vom Strand oder von der Terrasse aus arbeiten. Wir schon. Und am richtigen Arbeitsplatz können Sie noch viel mehr:

  • Arbeiten Sie, wann Sie wollen: Das Leben passt sich oft nicht Ihrer Kanzlei an – Kinder wollen in die Schule gebracht werden (oder auch nicht), Eltern brauchen Betreuung, oder der Wind ist grad perfekt zum Surfen. Wenn Ihre Kanzlei auf flexible Arbeitszeiten setzt (so wie wir), dann können Sie volle Leistung bringen und gleichzeitig für sich und Ihre Liebsten da sein.
  • Arbeiten Sie von überall auf der Welt: Falls Sie das Glück haben, dass Ihre Mandant:innen so digital unterwegs sind wie unsere, wozu sitzen Sie dann noch im Großraumbüro? In unserem Büro in München schaut kaum jemand vorbei – oft nicht einmal wir. Deshalb arbeiten wir, wo wir wollen: zuhause, auf Reisen oder in einem angemieteten Büro in Wohnungsnähe. Probieren Sie es aus!
  • Ziehen Sie an, was Sie wollen: Vielleicht finden Sie Dreiteiler und Krawatte super bequem und motivierend. Vielleicht auch nicht – dann sollten Sie mal Jeans und Hoodie testen! Das ist schon fast unser inoffizieller Dresscode.

10. Nehmen Sie sich Zeit für die schönen Dinge im Leben!

Für uns der allerwichtigste Tipp, damit wir (und vielleicht auch Sie) uns wohlfühlen: Verbringen Sie viiieeel Zeit mit Ihrer Familie, mit Ihren Kindern, mit Ihren Freunden und mit Ihren Hobbys. Nehmen Sie sich die Zeit! Wenn Sie vor lauter Überstunden und „Billable Hours“ kaum noch nach Hause kommen, dann sollten Sie sich nach einem anderen Arbeitsmodell umsehen. Verlorene Lebenszeit schenk Ihnen niemand zurück. Genießen Sie deshalb jeden Tag! Und auch dazu wieder unsere Tipps:

  • Machen Sie den heutigen Tag (und den morgigen und so weiter) zu einem „Museums-Tag“ – also zu einem Tag, den Sie im Museum Ihres Lebens mit Freude betrachten werden. (Geklaut aus „The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben“ von John Strelecky.)
  • Sparen Sie sich den Weg zur Arbeit! Vom Schlafzimmer an den Schreibtisch und zurück geht viel schneller als mit der U-Bahn durch die Stadt. Oder arbeiten Sie gleich von der Hängematte aus!
  • Bestehen Sie auf zeitsparende Prozesse, Tools und Assistent:innen. Und lernen Sie, Aufgaben richtig zu delegieren.
  • Nehmen Sie sich Urlaub und Freizeit, wie Sie es für richtig halten. Wenn Sie Ihre Arbeit lieben, werden Sie für Spitzenleistungen keine Zeitangaben brauchen.

Schon entspannt?

Wir sind überzeugt, dass Anwaltstätigkeit und Entspannung perfekt zueinander passen. Deshalb hoffen wir, dass Sie viele unserer Tipps in Ihrer Kanzlei umsetzen können! Oder hakt es mit der Entspannung an Ihrem Arbeitsplatz? Schauen Sie sich doch mal unsere offenen Stellen an!


Ihre Ansprechperson

Sarah Fritzenkötter

sf@comp-lex.de


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