Unsere besten Mandate 2019 – der Jahresrückblick

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Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu. Seit Juni berichten wir jeden Monat über unsere “Highlights” der rechtlichen Beratung von IT-Unternehmen. Bevor wir uns im Januar wieder unseren “fünf besten Mandaten” des Vormonats zuwenden, hier zunächst ein Rückblick auf die für uns besten Mandate des vergangenen Jahres.

1. “Der nächste Schritt” für ein IT-Beratungsunternehmen

In der ersten Jahreshälfte waren wir unter anderem damit beschäftigt, ein mittelständisches IT-Beratungsunternehmen mit ca. 200 Mitarbeitern rechtlich professioneller zu machen. Das Beratungshaus ist auf Projekte im Salesforce- und SAP-Umfeld spezialisiert und vertreibt in gewissem Umfang auch eigene Standard-Softwareprodukte. Es hat keine eigene Rechtsabteilung, aber einen Ansprechpartner für Rechts- und Verwaltungsthemen. Nach der Kontaktaufnahme (über unsere Website) haben wir zunächst den Beratungsbedarf ermittelt und ein Festpreisangebot für verschiedene Pakete gemacht.

In den nächsten Wochen haben wir uns dann Schritt für Schritt um die folgenden Aufgaben gekümmert:

  • Überarbeitung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf Basis von Marktstandards;
  • Entwurf eines auf den AGB basierenden Rahmenvertrags für laufende Kundenbeziehungen;
  • Entwurf eines Lizenzvertrags für ein unternehmenseigenes Standard-Softwareprodukt;
  • Entwurf von Vertragsrichtlinien und -checklisten für die interne Prüfung von Kundenverträgen und Änderungswünschen;
  • Überarbeitung von Vertriebsvereinbarungen mit möglichen Kooperationspartnern.

Diese Leistungen haben wir zum Festpreis abgerechnet, inklusive der hierfür erforderlichen Abstimmungen mit der Mandantin. Der Festpreis für die oben genannten Leistungen betrug insgesamt ca. EUR 8.500,00.

2. Professionalisierung eines Softwareanbieters

Im Frühjahr und Sommer waren wir dann gut damit beschäftigt, einem aufstrebenden Softwareanbieter hier aus München rechtlich auf die Sprünge zu helfen. Das Unternehmen war in den letzten Jahren stark gewachsen, hatte die rechtlichen Themen dabei jedoch nicht besonders weit oben auf der Agenda. Das sollte sich nun ändern, auch wegen eines möglichen Börsengangs. Auch dieses Unternehmen hat keine eigene Rechtsabteilung, aber verschiedene sehr schlaue und lernwillige Ansprechpartner auch für rechtliche Themen.

Es gab viel zu tun, und wir haben es zügig angepackt. Wir haben nach und nach Arbeitspakete mit verschiedenen Schwerpunkten definiert:

  • Entwurf marktgängiger AGB und von Zusatzbedingungen, die das besondere Liefermodell des Software (der Anbieter nennt das “Shared Source”, eine Art Abwandlung von “Open Source”) beschreiben sollen;
  • Maßnahmen zur DSGVO-Compliance, wie die Aktualisierung des Verarbeitungsverzeichnisses, der AV-Vereinbarungen und der Datenschutzhinweise;
  • Schritte auf der Subunternehmer-Ebene, einschließlich des Entwurfs Allgemeiner Einkaufsbedingungen und der Prüfung der bestehenden Vereinbarungen mit Subunternehmern bezogen auf die Einräumung von Nutzungsrechten;
  • Entwurf von Angebots-Templates für verschiedene Leistungs-/Projekt-Konstellationen, inkl. eines Basisangebots für ein Agiles Projekt;
  • Entwurf einer Basis-Vereinbarung mit Partnerunternehmen zur Kooperation, sowie von Zusatzvereinbarungen für weitere Schritte der Zusammenarbeit (Reselling, Provisionierung, “Teaming” – Zusammenarbeit bei Ausschreibungen).

Diese Leistungen haben wir zum Festpreis abgerechnet, inklusive der hierfür erforderlichen Abstimmungen mit der Mandantin. Der Festpreis für die oben genannten Leistungen betrug insgesamt ca. EUR 15.000,00. Die Mandantin ist “Beratung Plus”-Kundin und konnte sich insofern laufend von ihrem Guthaben “bedienen”.

Hinzu kamen mit der Zeit weitere Ad-Hoc-Anfragen, wie beispielsweise zu NDAs, Kundenangeboten, und bisweilen auch zu schwierigen Situationen in Kundenprojekten. Diese Leistungen haben wir nach Aufwand abgerechnet.

3. Laufende Beratung eines IT-Lösungsanbieters in der Energieinformatik

Schon seit längerer Zeit beraten wir ein stetig wachsendes IT-Startup, das sich der Digitalisierung der Energiewirtschaft verschrieben hat. Das Unternehmen hat eine IT-Lösung (bestehend aus verschiedenen Hardware- und Softwarekomponenten) entwickelt, um Energieversorgern und sog. “Prosumern” (das sind Verbraucher, die selbst über den Eigenbedarf hinaus Strom produzieren) das Leben zu erleichtern.

In der Zusammenarbeit hat uns in diesem Jahr besonders gefreut, dass wir Ansprechpartner für alle (inzwischen mehr als 30) Mitarbeiter des Unternehmens sind, die sich mit ihren rechtlichen Anliegen direkt an uns wenden. Hier ging es zum Beispiel um die rechtskonforme Ausgestaltung der zur Lösung gehörenden mobilen App, um verschiedene Rahmenverträge mit Zulieferern und um verschiedene Datenschutzthemen.

Diese Leistungen haben wir je nach Aufgabenstellung zu Festpreisen oder nach Aufwand abgerechnet. Das gesamte Auftragsvolumen betrug ca. EUR 12.000,00.

4. Betreuung eines Softwareanbieters als DSB

Wir sind seit dem Vorjahr als externe Datenschutzbeauftragte eines deutschen Anbieters einer SaaS-Softwarelösung tätig. Weil das Unternehmen den Datenschutz ernst nimmt, braucht es nicht nur einen DSB “auf dem Papier”, sondern einen, der auch tatsächlich etwas tut und etwas davon versteht.

Unsere laufenden Aufgaben bestanden vor allem darin, individuelle AV-Vereinbarungen mit größeren Kunden des Unternehmens zu prüfen und zu verhandeln, neue Funktionalitäten der Software datenschutzrechtlich zu bewerten und die Datenschutz-Dokumentation des Unternehmens zu pflegen.

In diesem Jahr haben wir die Zusammenarbeit gefestigt und sind dafür auf ein Flatrate-Modell umgestiegen. Das heißt, das Unternehmen zahlt uns eine laufende Vergütung, die wir auf Grundlage unseres bisherigen Aufwands geschätzt haben (in diesem Fall sind es übrigens monatlich EUR 1.900,00). Auf Wunsch der Mandantin erfassen wir unsere Aufwände, und beide Seiten können die Hand heben, wenn das Verhältnis für sie nicht mehr passt. Die Vergütung ist aber davon zunächst unabhängig.

5. Was hat uns gefehlt?

Wir blicken insgesamt zufrieden auf das vergangene Jahr zurück, und darauf, dass wir wieder vielen IT-Unternehmen, ob größeren und kleineren, dabei geholfen haben, sich rechtlich zu verbessern.

Wir haben uns aber auch gefragt: Welches Mandat hätten wir gerne bearbeitet, haben wir aber nicht? Was wäre das Tüpfelchen auf dem i gewesen?

Nach kurzem Nachdenken war die Antwort klar: Wir hätten gerne Organisationen unterstützt, die uneigennützig Gutes tun und dabei unsere Hilfe hätten brauchen können. Nicht “nur“ mit Geld, sondern auch mit unserer Arbeit.

Das möchten wir im nächsten Jahr besser machen – Näheres dazu in Kürze hier im Blog und auf unserer Website.

Das alles, und noch viel mehr …

… tun wir laufend für unsere Mandanten – nicht nur in diesem Jahr, sondern auch 2020. Falls Sie mehr darüber erfahren wollen, wie wir unseren Mandanten angenehm und unkompliziert helfen, schauen Sie sich unsere Beratungsprodukte genauer an, oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf.

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